Zucchini-Paprika Chutney


Hallo,

ja, es gibt schon wieder Zucchini.
Unsere Pflanzen haben jetzt anscheinend erst richtig Fahrt aufgenommen und somit müssen all diese Zucchini natürlich auch verarbeitet werden.

Da wir nicht alles sofort essen können, bietet es sich natürlich immer wieder an, sie zu konservieren.

Ich habe euch ja schon das Rezept für die Antipasti-Variante gezeigt, diese aber sehr langwierig ist, auch wenn es sich definitiv lohnt.

Ich muss gestehen, auf die Möglichkeit aus Zucchini ein Chutney zu machen hat mich eine Kollegin gebracht. Ich hätte noch ein paar Einmach-Rezepte die schon erprobt sind, die ich eigentlich noch machen wollte, aber die Idee mit dem Chutney hat mir so gut gefallen, dass ich es gleich in die Tat umsetzen musste.

Mit Zucchini habe ich noch nie Chutney gemacht, aber das Prinzip ist ja eigentlich bei herzhaftem Chutney immer das Gleiche.

Man kann das Gemüse einfach austauschen und auch die Gewürze variieren wie es einem schmeckt.

Für 5x 220 ml Schraubgläser benötigt ihr:

1 kg Zucchini
3 mittelgroße Zwiebeln
2 EL Salz
3 Knoblauchzehen
2 Paprika
1 Chili
Olivenöl
250 ml weißer Balsamico Essig
150g Rohrohrzucker
Pfeffer (ich hatte mich für einen frischen Pfeffer aus der Mühle entschieden, der mit Kardamom und anderen Gewürzen verfeinert ist)

Evtl. 1 TL Speisestärke mit etwas Wasser verrühren für die Bindung

Zubereitung:

Zucchini in mittelgroße Stücke schneiden. Zwiebeln ebenfalls in gleichgroße Stücke schneiden und beides zusammen in eine Schüssel geben. Mit dem Salz bestreuen und gut durchmischen.
Für ca. 30 Minuten  ziehen lassen.

In der Zwischenzeit schon mal die Paprika in Stücke schneiden sowie die Chili entkernen und feinhacken. Knoblauch fein schneiden.

So viel Olivenöl in einen Topf geben, dass der Boden bedeckt ist. Wenn das Öl heiß genug ist, Paprika, Knoblauch und Chili hinzugeben und andünsten.

Zucchini und Zwiebeln haben in den 30 Minuten viel Wasser gezogen das abgeschüttet werden kann. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Zucchini später im Topf nicht mehr zu viel Wasser verliert.

Die abgetropften Zucchini und Zwiebeln mit in den Topf geben und ebenfalls anschwitzen.

Anschließend Zucker und Balsamico dazugeben und kurz aufkochen lassen. Anschließend ca eine halbe Stunde köcheln lassen.  Wenn die Zucchini weich gekocht sind und langsam "zerfallen" ist das Chutney fertig. Die Konsistenz kann hier natürlich ganz nach belieben gewählt werden.

Ich bin nicht so der "Brei" Fan, daher dürfen bei mir gerne noch viele Stücke drin und die einzelnen Bestandteile noch erkennbar sein. 

Da ich noch relativ viel Flüssigkeit im Topf habe, habe ich diese mit einem TL Speisestärke und etwas Wasser abgebunden, so hat das Chutney die typische zähe Konsistenz bekommen die sie haben sollte, ohne das mein Gemüse total verkocht ist.

Nun habe ich das Chnutney noch abgeschmeckt. Eigentlich wollte ich noch Currypulver dazugeben, aber der Geschmack war schon so gut, durch den Rohrohrzucker ein bisschen Süß aber trotzdem Sauer so dass ich den Curry komplett weggelassen haben und mich nur für Pfeffer entschieden haben.

Durch die Gewürzmühle die ich habe und dem leichten Kardamom Geschmack hat es das Chutney toll abgerundet.

Diei Gläser habe ich schon vorbereitet, sprich ausgekocht und zum Abfüllen bereit gestellt.

Die noch heiße Masse in die Gläser füllen und sofort verschließen und auf dem Kopf stellen. So bildet sich ein Vakuum und das Chutney wird haltbar.

Durch den Essig hält sich dieses mindestens ein halbes Jahr, wenn man es dunkel und kühl aufbewahrt. Aber das ist nur Theorie, denn es schmeckt so gut, dass es nie ein halbes Jahr überlebt :)

Wenn das Chutney abgekühlt ist wieder umdrehen und verstauen.

Das Chutney eignet sich gut zu Fleich, Gegrilltem aber auch einfach so zu einem Stück Brot.
Und lässt sich natürlich auch super verschenken und selbstgemachtes kommt doch immer gut an ;)






Wie schon gesagt, das Prinzip lässt sich auf fast jedes Gemüse anwenden.

Viel Spaß beim ausprobieren.

Viele Grüße
Soni





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