Ombré - nicht nur für die Haare

Hallo,

wie schon in meinem Mohn-Quark-Kuchen Post angekündigt, gibt es heute auch noch eine Torte. Nachdem es nicht so viele Anlässe im Jahr gibt an denen ich eine Torte backen kann - bin ich natürlich über jeden Geburtstag froh.

Und auch dieses Jahr wieder wollte ich etwas Neues ausprobieren. Ich habe so viele tolle Rezepte und Ideen, aber selten Zeit bzw. einen Anlass wo es sich lohnt diese Rezepte zu probieren.

Eigentlich sollte man sich viel häufiger die Zeit nehmen etwas zu backen, aber dann kommt immer das leidige Thema, wer isst das denn? Meine Lust eine Woche lang einen Kuchen oder eine Torte zu essen ist sehr gering, mir reicht ein Stück, vielleicht noch ein Rest am nächsten Tag - aber dann ist auch schon wieder gut.
Mir geht es ja wirklich hauptsächlich ums Backen. Probieren ist auch noch gut - aber ich will nicht alle Mahlzeiten der nächsten Tage mit dem Gebäck abdecken können.

Aber egal, heute ist auf jeden Fall ein Tag an dem der Kuchen und die Torte schneller weg ist als ich schauen kann. Und wenn es den Gästen schmeckt ist es ja noch viel besser :) Das macht nicht nur sie sondern auch die Bäckerin Glücklich.

Jetzt aber wirklich zurück zur Torte.
Wie schon oben genannt, es soll eine Ombré Torte werden. In diesem Fall sollen die 5 Böden die ich gebacken habe einen schönen Verlauf von Hell nach Dunkel abgeben.

Ja, ihr habt richtig gelesen, 5 Böden habe ich dafür gebacken. Und nachdem alles in einer 20cm Form ist, konnte ich auch nicht mehrere Böden zusammen backen, da ich nur eine 20cm Form hatte.
Und dabei hatte ich mir extra noch eine weitere Form gekauft, da ich schon eine zu Hause hatte. Und was habe ich festgestellt, meine zu Hause ist nur 18 cm - man war ich gestern erst mal bedient. Aber gut - eine weitere Backform mein Eigen nennen zu können (inkl. Backbuch *g*) ist jetzt auch nicht so schlecht und dann war meine erste Enttäuschung auch schon wieder verflogen.

Die Teige habe ich mit Kakao eingefärbt. Natürlich wäre auch Lebensmittelfarbe gegangen. Kann ich mir sogar gut vorstellen, einen Verlauf von Rot oder einer anderen Farbe. Aber das kann auch schnell mal giftig aussehen. Daher Kakao.
Die verschiedenen Böden sind mir ganz gut gelungen und ich denke man kann auch schon ganz gut den Verlauf sehen:



Nach dem abkühlen musste jetzt zusammengebaut werden.
Die Creme ist aus Schmand, Gelatine, etwas Zucker und Zimt angerührt. Wieder etwas weihnachtlich - aber zu dieser Jahreszeit kann man das schon mal machen. Aber ich kann mir natürlich auch eine fruchtige Creme dazu vorstellen.

Alles schön geschlichtet und verputzt sieht es nun so aus:



Was jetzt noch folgt noch eine Schicht mit Orangenmarmelade und Orangenschnaps (damit wurden auch schon die Böden getränkt).
Mit dieser Maße wird dann die Torte eingestrichen und dann kommt mein Freund Fondant ins Spiel.

Ich muss sagen, Fondant und ich sind noch keine sehr guten Freunde, aber das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Für die erste Torte die ich jemals komplett in Fondant eingedeckt habe, bin ich wirklich etwas stolz auf mich.

Hier stimmt der Spruch "Übung macht den Meister" wirklich. Und ich werde wohl noch einige Male üben müssen, bis es wirklich super klappt - aber da muss ich jetzt einfach dran bleiben. Bei den Macarons hat es ja damals auch geklappt - jetzt brauche ich nur noch ein paar Anlässe bei denen ich etwas experimentieren kann.
Aber Weihnachten kommt ja bald, da ergibt sich bestimmt etwas.

Nachdem der Fondant doch einige Risse bekommen hat, musste noch etwas Deko her. War sowieso geplant, aber jetzt musste es natürlich geschickt platziert werden.

Also ein paar Sterne ausgestochen und da es ja die Geburtstagstorte für meinen Liebsten war, mussten in Rot auch noch ein paar Herzen her. Diese habe ich dann auf der Torte verteilt - ich finde es ist mir wirklich gut gelungen. Am Rand habe ich noch eine Kordel aus weißem und rotem Fondant gemacht. Somit hat es auch etwas von Weihnachten gehabt.

Aber damit ihr auch sehen könnt von was ich hier rede - hier noch ein Bild meines Meisterwerks


Wie man sehen kann ist der Rand noch nicht perfekt - aber ich habe einfach gesagt die Falten gehören so *g* :) :) :)

Ich werde diese Torte bei Gelegenheit mal wieder machen, vielleicht mit einer anderen Füllung, aber der Effekt wenn man sie aufschneidet ist wirklich toll und unsere Verwandtschaft war begeistert. Also für alle die einen Aha-Effekt beim Anschnitt wollen kann ich diese Ombré Torte wirklich sehr empfehlen.



 Die Verläufe sind denke ich ganz gut zu sehen und die Schichten/Böden sind auch fast gleichmäßig geworden.

Und was das Beste war - sie hat auch noch geschmeckt. War natürlich sehr mächtig - aber wirklich
LECKER

So das war mein Bericht zu meinem Fondant/Ombré Experiment.

Probiert es einfach mal aus

Viele Grüße
Soni


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